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Sonntag, 11. März 2018

Wie entsteht Die Gebieter der Zeit? Teil 2

Huhu!

Vor einiger Zeit habe ich euch hier gezeigt, wie ich meinen Fantasy-Roman "Die Gebieter der Zeit" schreibe. Ich tippe ja nicht einfach nur am PC, sondern immer, wo ich gerade unterwegs bin und möchte, in einem Notizbuch. Na ja, eigentlich ist es nicht nur EIN Notizbuch. Ich bin mittlerweile bei Nummer XVII angekommen. Und das zähle ich erst, seit ich Die Gebieter der Zeit schreibe.

Das sieht dann so aus: 


Die Gebieter der Zeit Bianca Hepp


Ihr seht, dass mir an einer Stelle noch etwas eingefallen ist. Beim Abtippen habe ich aus "Regentropfen verschleierten ihre Sicht. Sie blinzelte sie weg. Endlich kamen die Bäume in Sicht." übrigens etwas Anderes gemacht:


Die Gebieter der Zeit Bianca Hepp PC BIld


Das ist dann aber auch noch keine endgültige Fassung! Ich lese mir manche Passagen, mit denen ich nicht zufrieden bin, nochmals durch. Manchmal finde ich im ersten Moment nicht ausreichende Beschreibungen und später, wenn ich es lese und mich wieder hineinversetze, dann kommt mir auf einmal ganz viel in den Sinn, was man in dieser Situation noch im Raum sehen könnte und so weiter...

Manchmal bemerke ich, dass ich ein Wort zweimal hintereinander verwende, manchmal übrigens nicht (erst beim Abtippen). Manchmal denke ich mir in solchen Situationen: Ach, du tippst es doch eh ab... :D

Ich habe es zwar halb abgeschnitten, aber man kann es mit ein bisschen Fantasie noch erahnen: ich bin (beim Abtippen, wohlgemerkt!) auf Seite 217 angekommen. Änderungen vorbehalten. ;) Beim Abtippen bin ich übrigens bei Notizbuch Nr. XIII.  ;)

Montag, 12. Februar 2018

100 Bücher, die man gelesen haben sollte. (Update)

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2014 wurde diese Liste mit Büchern herausgegeben, die man gelesen haben soll. Sie ist vom ZDF, also ist ziemlicher Mainstream darauf vertreten. 
Im März 2014 habe ich die Liste hier gepostet und dazu geschrieben, welche Bücher ich schon gelesen hatte. Heute sind es ein paar mehr. Ich habe auch teilweise neue Kommentare dazu. ;)


Als Kind habe ich alles gelesen, was nicht schnell genug weg gerannt ist, heute habe ich arbeits-/unibedingt etwas weniger Zeit (und mein Freund möchte auch mal etwas Aufmerksamkeit abbekommen). Alle Bücher, die ich gelesen habe, sind fett markiert. 



1. Der Herr der Ringe, J.R.R. Tolkien 

Nie fertig gelesen, aber ich hab es immerhin bis nach Mordor geschafft. :D



2. Die Bibel 


3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

Tatsächlich eins meiner Lieblingsbücher, und mein Ziel ist es, das Buch in jeder Sprache zu besitzen, die ich lerne. Italienisch und Englisch hab ich schon abgehakt. Die serbische Ausgabe konnte ich letzten Sommer in Belgrad endlich kaufen, nachdem ich sie jahrelang bei Amazon angeschmachtet hatte.

4. Das Parfum, Patrick Süskind 

Bei uns war das ausnahmsweise keine Schullektüre, ich habe es also ganz freiwillig gelesen und fands gut ;) (Für meine Schwester war das aber Schullektüre - nach ihrem Abi hat sie es mir überlassen, samt der passenden Lektürenhilfe :D)

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

Keine Frage. Ich hab daheim auch noch eine richtig alte Ausgabe davon (irgendwo...). Und eine auf Kroatisch! Und eine Fortsetzung!

6. Buddenbrooks, Thomas Mann

War Schullektüre und ich weiß noch wie einer in unserem Kurs von unseren Mitschülern in den Himmel gehypt wurde, weil er das ganze Buch gelesen hatte >_< In der Zeit hatte ich es zweimal gelesen. Der Rest des Kurses hat sich mit wenigen Ausnahmen die Verfilmung angesehen (die neue, nicht die alte), die mit dem Buch nicht mehr ganz so viel zu tun hat. 

7. Der Medicus, Noah Gordon

Ja. Gutes Buch, aber ich habe irgendwie Angst mir den Film anzuschauen, seit ich gesehen habe, dass das auch ne semideutsche Verfilmung ist wie Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt(<--grottenschlecht und hat teilweise nur noch namentliche Übereinstimmung mit dem Buch). Update: Ich fand den Film tatsächlich blöd, mein Freund übrigens nicht. Aber der hat auch das Buch nicht gelesen!

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

Mittlerweile gelesen, an einem Abend.

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

Ich glaube zumindest mich daran erinnern zu können, es mal gelesen zu haben, könnte aber die Handlung nicht wiedergeben. Zählt das? ^^

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

Beim letzten Mal kannte ich das Buch nicht mal, nun habe ich die ganze Reihe daheim stehen und die Serie auf DVD. :D

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

Ich dachte, dem Titel nach zu urteilen sei das Buch irgendwie gruslig, aber es hat sich dann als eine chilenische Familiensaga herausgestellt. Auch nicht schlecht und wie eigentlich alle Bücher von Isabel Allende lesenswert- Fortunas Tochter und Die Stadt der wilden Götter mochte ich aber mehr.

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe

Schullektüre.

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón 
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane 

Keine Schullektüre ;)

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

Über dieses Buch habe ich in der Oberstufe meine Facharbeit geschrieben. 

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

Vom Winde verweht ist für mich einer der Filmklassiker, die man gesehen haben muss. Das Buch finde ich auch ziemlich gut...

24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende 
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt 
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse 

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

Auch so ein Buch wie Feuer und Stein, das ich erst letztes Jahr in Angriff genommen habe. Nun hab ich gelesen und kann verstehen, wieso es so beliebt ist. (Ich mochte es auch.)

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai 
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder 

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 

Liegt noch daheim rum, hab mich an den dicken Schinken noch nicht rangetraut. Aber: 42! (Hab es vier Jahre später immer noch nicht gelesen...)

40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

Keine Schullektüre, zumindest nicht meine -  hab das Buch meiner Schwester geklaut nachdem sie beschlossen hatte lieber das Hörbuch zu hören :D (Nein, sie hat es mir natürlich freiwillig überlassen, und auch erst nach ihrem Abi ;) )

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

Der Film zum Buch (ich meine natürlich den von 1930) war bis vor einigen Jahren in vielen Ländern auf dem Index, weil er so grausam sei. Joa. Ich meine, da geht's um Krieg...

50. Der Schwarm, Frank Schätzing 
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks 
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende 
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

Von meinem Vater geliehen. Der liest sowas ^^

58. Krabat, Otfried Preußler

Mein Freund hatte das als Schullektüre. Warum darf man so was auf dem Gymnasium nicht lesen? ^^

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

War ein Geschenk meiner Patentante. Überraschend gut.

63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

Schnarch.

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehneinhalb Leben des Käpt'n Blaubär, Walter Moers 

Besitze ich auch auf Russisch! Sehr cool! 

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

So was. Den Roman lese ich zur Zeit grade wieder ;) Ich besitze auch alle anderen historischen Romane von Rebecca Gablé und ihr Sachbuch "Von Ratlosen und Löwenherzen" (über das englische Mittelalter), das ich auch demnächst vorstellen werde. Mein Lieblingsbuch von ihr ist aber "Hiobs Brüder". Update: Ich habe sogar ein Buch von ihr in meiner Bachelor-Arbeit behandelt, nämlich "Das Haupt der Welt", das die Elbslawen thematisiert. Es kommt eine Vila darin vor.

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë

Endlich mal geschafft, vor drei Jahren. 

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell 


Meine Schwester hat es einfach rumliegen lassen! :D


86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy


Siehe 85.

87. Paula, Isabel Allende 
88. Solange du da bist, Marc Levy 
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johannes Mario Simmel 
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

Lese ich gerade, zähle ich einfach schon mal mit. :->

93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

Erst die aktuelle Verfilmung gesehen, danach das Buch gelesen und die BBC-Verfilmung aus den Neunzigern geschaut. ;)

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood


Es sind immer noch nur 41 Bücher von dieser Liste, die ich gelesen habe. Aber, wie ich letztes Mal schon geschrieben hab (und ja, ich habe das kopiert, weil es immer noch zutrifft): es sind auch Bücher auf der Liste, die ich niemals lesen würde - Barbara Wood und Rosamunde Pilcher gehören nun nicht gerade zu meinen Lieblingsautoren. :) Manche Bücher sind einfach überhaupt nicht mein Geschmack, Henning Mankell zum Beispiel ist einer der Lieblingsautoren meines Vaters, aber ich mag keine Thriller/Krimis. Von manchen Autoren habe ich andere Bücher gelesen als die die auf der Liste stehen, zum Beispiel von Fontane :)

Folgende Bücher stehen bei mir (oder meinem Freund :) )im Regal und warten aufs Gelesenwerden:

8. Der Alchimist, Paulo Coelho (geschafft! Jaah!)
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse 
33. Homo faber, Max Frisch
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

Manche Bücher stehen auf jeden Fall auf der Will ich mal lesen-Liste:

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë (check)
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë (check)

Einige Bücher fehlen meiner Meinung nach, wie zum Beispiel:

Geoffrey Euginides, Middlesex
Orhan Pamuk, Schnee
Gustave Flaubert, Madame Bovary (oder habe ich das nur übersehen?)
Gustav Schwab, Sagen des klassischen Altertums
Giovanni Boccaccio, Das Decameron
Albert Camus, Die Pest
John Steinbeck, Früchte des Zorns
Herta Müller, Atemschaukel
Ivo Andrić, Die Brücke über die Drina

und noch viele mehr, die mir gerade nicht einfallen. ;)

Was fehlt eurer Meinung nach auf der Liste? Welche der 100 Bücher habt ihr gelesen? Bei welchen sollte ich mich schämen, weil ich sie noch nicht gelesen habe? :)


Samstag, 24. Juni 2017

Wie entsteht Die Gebieter der Zeit? Meine Schreib-Methode

Ich bin gerade sehr glücklich, denn Die Gebieter der Zeit steht schon sehr hoch auf den Beliebtheits-Listen bei Sweek. Für diejenigen, die jetzt ein wenig Kontext brauchen: Ich schreibe gerade an einem Fantasy-Roman namens Die Gebieter der Zeit, mit dem ich an einem Schreibwettbewerb auf der Plattform Sweek teilnehme. Man kann einen Schriftsteller-Vertrag mit dem Ravensburger-Verlag gewinnen. Sweek ist eine Plattform, auf der man Stück für Stück seine Geschichte veröffentlichen kann. Ihr könnt also "live" miterleben, wie mein Buch entsteht, wenn ihr mir dort folgt - und wenn ihr das bis zum 30.6. schafft, helft ihr mir sogar dabei, denn es geht bei diesem Wettbewerb unter anderem darum, viele Follower zu haben. :)

Ich möchte heute mal erklären, wie ich Die Gebieter der Zeit eigentlich schreibe, weil meine Methode ein wenig ungewöhnlich ist in den Zeiten von PCs und Smartphones.


vollgeschriebene Notizbücher
volle Notizbücher (leere Notizbücher gibt es bei mir noch doppelt so viele!)


Ich schreibe zuerst in einem Notizbuch. Ganze zwölf dickere und dünnere Bücher und Hefte habe ich so schon gefüllt. Allerdings verwende ich die Notizbücher nicht nur für Die Gebieter der Zeit. Weil ich schöne Notizbücher sammle, habe ich irgendwann vor zwei Jahren angefangen, da einfach ALLES aufzuschreiben - Unikram wie Termine, Vokabeln, Vorlesungsnotizen, aber auch Einkaufslisten für Kosmetik, Bloglisten (zum Beispiel über was ich noch alles schreiben will - meistens setze ich das übrigens nicht um. ;) ) oder irgendwelche anderen Informationen, die ich nicht vergessen will. Ich nutze meine Notizbücher also wie andere Menschen einen Collegeblock. Damit ich Die Gebieter der Zeit in all diesen Informationen wieder finde, bekommt jede Seite mit dem Roman unten einen roten Strich verpasst.


so schreibe ich die gebieter der zeit
So sieht dann eine Seite in meinem Notizbuch aus. Ich benutze sogar eine andere Schrift


Irgendwann geht es dann ans Abschreiben. Jetzt, wo ich die Geschichte versuche so weit wie möglich für den Wettbewerb abzuschreiben, merke ich erst, wie viel ich da eigentlich geschrieben habe. ;) Ich tippe alles ab und verbessere gleich Sätze, die doof klingen, Wörter, die sich wiederholen, und, der Klassiker: ganz oft fällt mir beim Schreiben ein Wort gar nicht ein und ich lasse die Stelle einfach leer. Oder ich muss mir einen Namen für einen Charakter oder Ort ausdenken und es fällt mir gerade nichts ein... beim Abschreiben kommt das dann alles wieder auf mich zurück. :D Manchmal schreibe ich auch für mich selbst auf: "Kleidung näher beschreiben" oder "Haus näher beschreiben" und denke mir das dann erst beim Schreiben am PC aus. Wenn ich Glück habe und gerade im Schreib-Flow bin, fließt mir das dann aus den Fingern.

Nun, seit ich begonnen habe, meine Geschichte für den Wettbewerb Stück für Stück zu veröffentlichen, kommt noch ein dritter Schritt hinzu: vor dem Veröffentlichen eines Kapitels gehe ich es komplett noch einmal durch und entdecke immer noch kleine Buchstabendreher oder Wörter, die sich wiederholen. Oder mir fällt noch ein Detail ein, das ich beschreiben möchte.

Und wenn ich dann zufrieden bin, geht das Kapitel online. :)

Ich dachte immer, ich bin total altmodisch, weil ich meinen Roman zunächst wirklich nur von Hand schreibe. Dann hat mir aber jemand erzählt, dass Cornelia Funke auch so ähnlich arbeitet, also scheint es eine gute Idee zu sein. :)

Wenn ihr jetzt gespannt seid, worum es in dem Buch geht und mir bei der Veröffentlichung helfen wollt, dann schaut doch mal vorbei, lasst ein Like da und (sehr wichtig) folgt:

https://sweek.com/#/read/37106/1400000162

Es dauert nur eine Minute und jeder neue Follower hilft mir, auf der Liste weiter nach oben zu rutschen!


cover die gebieter der zeit


Freitag, 26. Mai 2017

Hot News für alle Fantasy-Fans: Die Gebieter der Zeit ist bei Sweek online!

[Unbezahlte Werbung durch Verlinkung / Markennennung]


die gebieter der zeit cover bianca r hepp


Huhu, liebe Leser,

seit gestern könnt ihr das erste Kapitel von Die Gebieter der Zeit kostenlos bei Sweek lesen. Sweek ist eine Online-Plattform, auf der man seine Geschichte stückweise veröffentlichen kann. Leser können einem dort folgen, die Geschichte kommentieren und so weiter. 

Auf Sweek gibt es einen Wettbewerb, bei dem man einen Vertrag mit dem Ravensburger-Verlag gewinnen kann. Da mache ich mit. :D Die Gebieter der Zeit ist jetzt so weit gereift und ich habe endlich einen Titel gefunden, was für eine Veröffentlichung eher von Vorteil ist, nüch?

In Die Gebieter der Zeit geht es um zwei Schwestern, Enea und Tessera, die zurückgezogen von der Zivilisation leben. Sie haben ein Handicap: wenn sie sich außerhalb von bestimmten Zonen aufhalten, bleiben ihnen nur zwölf Stunden Zeit, bevor ihre Lebensuhr abläuft. Als Ausgleich dafür schlummern ungeahnte Kräfte in ihnen...

Seid ihr interessiert? Dann könnt ihr mir helfen, indem ihr bei Sweek meine Geschichte Die Gebieter der Zeit likt und mir folgt! Denn bei dem Wettbewerb #schreibmitravensburger geht es darum, möglichst viele Fans zu mobilisieren! Ich brauche eure Leserpower! Ich möchte nämlich seit meiner Kindheit Schriftstellerin werden. :)




Sonntag, 5. Juni 2016

[Blanvalet-Challenge] Andrea Schacht - Göttertrunk



Andrea Schacht | Göttertrank | 2009 (2008) | 640 Seiten | Neupreis: 9,99 €

Aha! Ich wusste doch, ich muss Frau Schacht und ihren 25 anderen Büchern noch eine Chance geben! Dieser Roman ist nämlich besser! :D

Wir befinden uns mal wieder im historischen Bereich, aber diesmal ist das Buch nicht Teil einer Reihe (beim vorherigen Buch dieser Autorin hatte ich ja den letzten Teil von zehn Bänden erwischt). Dieser Roman handelt von der Entwicklung der Ess-Schokolade, wie wir sie heute kennen. Er spielt in der Zeit der dreißiger und vierziger Jahre. Die Hauptfigur Amara probiert  als Kind ein Stückchen Rohschokolade. Die ist aber sehr bitter, da sie aus reinem Kakao besteht. (Wer mal die 99,9 %-Schokolade von Lindt probiert hat, kann den Geschmack ungefähr nachvollziehen.) Im Laufe ihres Lebens tüftelt Amara an der Verbesserung des Schokoladen-Geschmacks und natürlich lebt sie währenddessen ein turbulentes Leben. Wäre ja sonst langweilig.

Die Einführung der Figuren zieht sich etwas, da jede der einzelnen Figuren ein eigenes Kapitel bekommt, das sie in ihrer Kindheit zeigt. Ich mag das aber! Es kommen auch sehr viele Personen vor, die natürlich alle etwas miteinander zu tun haben (genau mein Ding, wenn auch ein wenig vorhersehbar.).

Ich bin froh, dass ich noch einen Roman von Andrea Schacht gelesen habe. Ich finde die Handlung viiiel besser und anspruchsvoller als bei Der Ruf des Falken und kann diesen Roman nur weiter empfehlen, falls hier jemand noch ein gutes Buch für den Urlaub sucht. ;)



 

Dienstag, 29. März 2016

[Blanvalet-Challenge] Phillip Rock: Abingdon Hall - Der letzte Sommer



Phillip Rock | Abingdon Hall - Der letzte Sommer | 2014 (Original 1978) | 638 Seiten | Neupreis bei Amazon: 9,99 € (meines ist schon wieder aus der Bib ausgeliehen ;) )

Huhu!

Heute möchte ich euch das dritte Buch vorstellen, das ich im Rahmen der Blanvalet-Challenge gelesen habe. Ok, surprise surprise - es ist ein historischer Roman :D Keine Angst, bald kommt wieder etwas anderes. ;)

Es handelt sich um den Roman Abingdon Hall - Der letzte Sommer von Phillip Rock. Der Roman ist im Sommer 1914 angesiedelt, dem letzten Sommer, in dem die Gesellschaft in Großbritannien noch fest strukturiert war und die Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten noch wirklich wichtig waren. Wo man als Tochter eines Earls keinen Warenhausbesitzer heiraten durfte, egal wie reich er war.

Ich habe mit meinem Freund die Serie Downton Abbey gesehen, die von einem Herrenhaus handelt. Die Handlung der Serie beginnt am Vorabend des ersten Weltkriegs, und alles verändert sich für die dort lebenden Personen, sowohl für die Dienstboten als auch für die Herrschaften... na, kommt euch bekannt vor? :D Schon nach zehn Seiten sind mir die Parallelen aufgefallen. Ich habe nachgeschaut - Abingdon Hall wurde 1978 veröffentlicht. Aber es könnte wirklich sein, dass jemand diese Bücherreihe gelesen und sich danach gedacht hat: "Hm, das könnte man doch super als Fernsehserie rausbringen - unter anderem Namen." Natürlich ist nicht alles komplett gleich, aber die Szenerie erinnert frappierend an Downton Abbey. Die Frau auf dem Buchcover (könnte die Tochter des Earls darstellen) sieht sogar ähnlich aus wie Mary (die älteste Tochter des Hauses bei Downton Abbey). Ich beschwere mich jetzt nicht - ich finde es richtig gut, dass ich eine Buchreihe gefunden habe, die wie Downton Abbey ist, nur in Romanform. ;) Und ich bin froh, dass ich diesmal auch gleich den ersten Teil der Buchreihe erwischt habe.




Zunächst hatte ich ein wenig Angst, denn in unserer Bib wird das Buch unter "Frauenliteratur" geführt und mit sowas kann man mich jagen. Ich finde, da hat jemand nicht richtig recherchiert, das ist keineswegs Frauenliteratur. Abingdon Hall würde ich bedenkenlos auch jedem Mann weiter empfehlen, auch meinem etwas lesefaulen Schatzi. (Ich mag den Begriff Frauenliteratur sowieso nicht, aber auf Rosamunde Pilcher-Schnulzen passt er ganz gut.) Der Roman liest sich sehr gut, viiiel besser als der Robert the Bruce-Roman Der Rebell der Krone, der mein neuer Standard für zäh zu lesende Bücher ist. :D

Wir erleben die Handlung aus der Sicht von vielen Personen, mal ist es der Hausherr, mal ist es eine Dienstbotin. Wir ziehen übrigens auch mit diversen Figuren in den Krieg, weswegen es - ich wiederhole mich zwar, aber trotzdem - meiner Meinung nach keine Frauenliteratur ist. ;) Irgendwo habe ich in einer Rezension gelesen, dass derjenige die Kriegsstellen trocken fand. Also ich fand sogar die gut zu lesen. Und es gehört für mich irgendwie zur Natur der Sache, dass in einem Roman, der die Veränderungen der Gesellschaftsstrukturen, die durch den Ersten Weltkrieg ausgelöst wurden, behandelt, auch den Krieg selbst behandelt.

Der nimmt übrigens einen Großteil des Romans ein, obwohl der ja "Der letzte Sommer" heißt. Der besagte letzte Sommer wird eher kurz abgehandelt. Wer Sturz der Titanen von Ken Follett gelesen hat und unbeeindruckt war, sollte diesen Roman mal lesen. Ken Follett schreibt nämlich irgendwie distanziert und man merkt seinen Romanen mittlerweile zu deutlich an, dass der Herr ein komplettes Rechercheteam beschäftigt. Abingdon Hall - Der letzte Sommer beschäftigt sich mit der gleichen Thematik, bedient dafür aber nicht diese ganzen plumpen Klischees (Russen saufen, Deutsche sind gründlich und so weiter).

Habt ihr von dieser Romanreihe schon gehört?

Samstag, 12. März 2016

[Blanvalet-Challenge] Andrea Schacht - Das Lied des Falken



Andrea Schacht | Das Lied des Falken | 2012 | 431 S. | Neupreis bei Amazon: 9,99 € (meins ist ausgeliehen ;) )

Ja, der zweite Roman für die Blanvalet-Challenge ist auch ein historischer Roman. Ich wollte eigentlich erst ein anderes Buch lesen, aber ich kann dieses nur zwei Wochen ausleihen, weil es in meiner Bib eine Neuheit ist.

Die Autorin Andrea Schacht scheint sehr erfolgreich zu sein, auch wenn ich bis jetzt noch nichts von ihr gehört habe. Auf jeden Fall sind auf der letzten Seite des Buchs 26 Romane aufgelistet, die sie schon veröffentlicht hat. Nun gut, davon habe ich mich nicht einschüchtern lassen - es kommt auch gefühlt jedes halbe Jahr ein Iny Lorentz-Buch heraus und die sind der größte Schund. ;) Nach der schwereren Kost von Rebell der Krone mit all seinen Schlachten und bedeutungsschwangeren Beratungen habe ich mich gleich am nächsten Morgen an Das Lied des Falken gemacht. Wie erhofft ist das ein bisschen leichter. Vielleicht auch seichter. Egal, auf jeden Fall lese ich es runter wie nichts und fühle mich unterhalten. Ich könnte mir gut vorstellen, auch mal eines der anderen fünfundzwanzig Bücher von Frau Schacht zu lesen. ;)

Nun aber erst mal ein wenig zur Handlung: wir befinden uns dieses Mal in Köln und es ist das Jahr 1404. Die junge Weinhändlerin Alyss (WIE zum Teufel spricht man das aus?), deren Haus von Menschen und Tieren nur so wimmelt, die sie aufgenommen hat, verschwindet plötzlich und ihr Haushalt macht sich auf die Suche nach ihr.

Da Das Lied des Falken das fünfte Buch über Alyss ist und es vorher noch eine Buchreihe über deren Mutter gab, die ebenfalls fünf Bücher umfasst, fiel es mir anfangs ein wenig schwer, mit all den Personen klar zu kommen. Aber sie werden auch für einen Neuling recht einprägsam vorgestellt. Trotzdem ist es ein wenig nervig, beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl zu haben, dass alle Bücher der Reihe aufeinander aufbauen, denn auf der Suche nach dem Bösewicht tauchen auch jede Menge "alte Bekannte" auf, die mehr Dreck am Stecken haben, als man wohl geahnt haben mag. Nur für mich sind sie ja keine alten Bekannten ;) Ich hatte an manchen Stellen wirklich das Gefühl: "Hm, du solltest Band 1-4 auch mal lesen, dann blickst du vielleicht auch, warum das jetzt so schockierend ist." Ich frage mich, ob es jemandem ähnlich geht, der zum Beispiel den fünften Band von Harry Potter als ersten liest. Bei Hanni und Nanni war das auf jeden Fall egal ;) Ja, ich gehe gerade im Geiste die Buchreihen meiner Kindheit durch.

Egal, zurück zu Das Lied des Falken. Die Handlung an sich war ziemlich spannend, natürlich wird schön abgewechselt zwischen den Suchenden und der Gesuchten, wie sich das gehört. ;) Das Ende fand ich persönlich ein wenig doof. Also nicht das Ende direkt, sondern den Epilog, der ein bisschen seltsam war. Manchmal gibt's das ja im Film, wo dann der weitere Lebensweg aller Personen in einem Satz beschrieben wird. Ziemlich komische Art, eine Buchreihe abzuschließen.

Für zwischendurch war dieser Roman auf jeden Fall in Ordnung, ich werde auch mal schauen, ob unsere Bibliothek das ein oder andere Buch aus dieser Reihe im Bestand hat. Das ist immer ein bisschen diffizil, weil die Bibliothek nur aus Buchspenden gespeist wird. ;)

Kennt ihr die Autorin? Welche Bücher lest ihr gerne?



 

Montag, 7. März 2016

[Blanvalet Lesechallenge] Robyn Young - Rebell der Krone

 

Robyn Young | Rebell der Krone | 2011 (Orig. 2010) | 672 Seiten | Neupreis bei Amazon 13,00€ (meins ist aus der Bib ausgeliehen ;D)
 
Und da geht er online, mein erster Beitrag zur Blanvalet-Lesechallenge... ;) Die wird dieses Jahr von Anna organisiert. Schaut mal bei ihr vorbei. ;)
Es geht bei dieser Challenge darum, möglichst viele Bücher vom Verlag Blanvalet zu lesen und zu rezensieren. Es geht am 1. März los und dauert bis zum 1. Dezember. Man möge mich berichtigen, wenn etwas nicht stimmt, denn ich nehme zum ersten Mal an dieser Challenge teil. ;)

Mein erstes Buch, das ich für die Challenge gelesen habe, ist der historische Roman Rebell der Krone von der Autorin Robyn Young. Der Roman handelt von Robert the Bruce, der im 14. Jahrhundert König von Schottland war. Edward I. von England hat damals versucht, Schottland zu erobern bzw. zu annektieren, aber es ist ihm nicht so recht gelungen. Ganz ganz grob und mit vielen historischen Ungenauigkeiten kennt man diesen Zusammenhang vielleicht aus dem Film Braveheart ;) (Versteht mich nicht falsch - der Film ist echt gut, aber die wirkliche Geschichte lief leider ein wenig anders ab. :) ) Der Roman handelt also von dieser Zeit und wir Leser erleben diese aus der Sicht von Robert the Bruce. Wir erleben ihn als zwölfjährigen Erben und später als Earl of Carrick. Manchmal wird die Handlung auch aus der Sicht von Edward I. erzählt.


 
 
Robyn Young schreibt sehr spannend. Ich denke, dieser Roman könnte auch Leser interessieren, die nicht wie ich jeden historischen Roman verschlingen ;) Ich habe neulich schon einen historischen Roman von Constanze Wilken rezensiert und ihn mit Rebecca Gablé verglichen. Bei "Blut und Kufer" von Constanze Wilken (die ganze Review gibt's hier) war mir der historische Roman nicht historisch genug; ich fand, dass die Zeitepoche nur als Kulisse gewählt und austauschbar war. Bei Rebecca Gablé ist mir aufgefallen, dass sie eigentlich immer Romanhelden erfindet, die komplett erfunden sind (wichtig!) und die immer mit dem jeweils amtierenden englischen König zu tun haben. Bei Robyn Young ist es wiederum anders: sie erfindet nicht eine neue Familie, die tradionell dem englischen Königshaus nahe steht, sondern sie greift sich die historische Figur Robert the Bruce und überlegt sich: Wie mag er sich eigentlich gefühlt haben? Das kann ja auch ganz schön schief gehen, aber meiner Meinung nach ist es bei Rebell der Krone sehr gut gelungen. Ich habe das Buch gelesen und mir die ganze Zeit gedacht: Hm, ja, so könnte es wirklich passiert sein. Ich konnte mich in die erzählerische und historische Figur Robert the Bruce einfühlen.

Ein bisschen nervig sind die ständigen Flashbacks - nicht weil ich keine Rückblenden mag; nein, ich stehe auf Rückblenden, die geben einer Figur mehr Hintergrund. Nein, sondern weil sie immer in kursiver Schrift gedruckt sind und die ist einfach schwerer zu lesen.
 
Ich habe außerdem entdeckt, dass Robyn Young schon eine komplette Trilogie zu den Kreuzzügen geschrieben hat. Die werde ich wohl auch noch auf meine Leseliste für die Challenge setzen. ;) Genau wie die beiden anderen Bände dieser Trilogie. Zum Glück habe ich den ersten Teil erwischt, ich muss mal schauen, ob es in der Bib meines Vetrauens auch die anderen beiden gibt.
 
Kurz gesagt: Rebell der Krone ist (auch wenn mir der deutsche Titel nicht gefällt; der englische Originaltitel ist übrigens Insurrection) ein spannender historischer Roman. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt, auch wenn manche Stellen ein wenig langatmig waren. Falls ihr historische Romane mögt, muss ich eine ausdrückliche Leseempfehlung aussprechen. Falls nicht, trotzdem ;D Eine Einschränkung habe ich allerdings: in diesem Roman geht es öfter mal etwas blutiger zu. Es werden halt auch um jede Menge Schlachten beschrieben, die waren wichtig für den Verlauf der Geschichte. Falls ihr so etwas nicht lesen könnt, lasst lieber die Finger davon.

Würde ich es nochmal lesen oder weiter geben? Da dieses Buch nur ausgeliehen war, gebe ich es natürlich weiter. ;) Aber es wäre schon möglich, dass ich es mir noch mal ausleihe.

Kennt ihr diese Autorin oder das Buch? In welche Richtung gehen eure Lesevorlieben?

 

Dienstag, 23. Februar 2016

[Rezension] Constanze Wilken - Blut und Kupfer

(Wir fotografiert man Buchcover so, dass es gut aussieht?)


Huhu Leute,
 
heute mal wieder ein Blogpost, in dem es nicht um Make up geht. In Zukunft werde ich mich mal wieder öfter in der Kunst der Rezension üben, denn ich plane, an der Blanvalet-Lesechallenge teil zu nehmen. ;)
 
Ich lese ja bevorzugt historische Romane, allerdings sind meine Ansprüche nach all dem Iny Lorentz-Wanderhuren-Schund mittlerweile ein wenig höher geschraubt. Ein historischer Roman soll für mich nicht einfach vor einer bestimmten Zeit als Kulisse spielen, sondern er muss mich richtiggehend einsaugen. Rebecca Gablé schafft das zum Beispiel sehr gut - die Frau hat aber auch Mediävistik studiert und gelehrt! Und das merkt man auch an ihren Büchern. Die Frau hat einfach Ahnung von dem, was sie da beschreibt, und macht ihre Romane zu einem unterhaltsamen Geschichtsunterricht. Da von der Geschichte des englischen Mittelalters größtenteils die Geschichte der Könige überliefert wurde, ist es nur verständlich, dass alle Hauptfiguren in einem Rebecca Gablé-Roman immer irgendwie am Königshof agieren, entweder sind sie direkt mit dem amtierenden König befreundet oder das Gegenteil ist der Fall und die Hauptperson ist vom Hof verbannt. Die Personen in so einem Roman bringen mir die Geschichte der Könige näher, indem sie sich andauernd darüber unterhalten. Wichtige Schlachten werden entweder von den Hauptpersonen selbst erlebt oder berichtet. Also, kurzgefasst: eine unterhaltsame Geschichtsstunde.
 
Ja, und dann gibt es eben noch diese historischen Romane, bei denen wie gesagt die Vergangenheit nur als Kulisse genutzt wird. Hier und da wird ein Detail eingespeist, das auf die andere Zeit hinweist, aber ich fühle mich nicht in diese Zeit hinein versetzt. Also, es könnte auch in anderen Zeiten spielen, wenn man die historischen Details austauscht. Ein Buch dieser Art ist "Blut und Kupfer" von Constanze Wilken. Zumindest auf den ersten 200 Seiten. Später wird es besser. Aber erst mal zum Inhalt: Die kürzlich verwitwete Marie von Langenau kehrt zurück auf das Gut ihrer Familie. Ihr Bruder hat den Familienbesitz an den Rand des Ruins gebracht und ihr Onkel Remigius lebt zurückgezogen in seinem Turm. Marie und Remigius freunden sich an, weil sie beide von der Familie und der Dienerschaft ausgeschlossen werden. Und auf einmal kommt Remigius in den Besitz einer von vier geheimnisvollen Tafel, die der Schlüssel zum Stein der Weisen sein könnten und mit denen ein Mord zusammenhängt...

So ist die Ausgangsposition. Später lernt Marie noch den geheimnisvollen, mittellosen Steinschneider Ruben Sandracce kennen, der sie umgarnt und eventuell einen Hintergedanken dabei haben könnte.  Außerdem wird sie nach München an den Hof des Herzogs gerufen und ab da wird es ein wenig interessanter. Es passieren noch mehr Morde, die alle mit den Tafeln zusammen hängen, und auch Marie kommt in Gefahr.

Mehr möchte ich von der Handlung jetzt nicht vorweg nehmen - ich will nicht zuviel spoilern. ;) Ich kann nur eines sagen: ungefähr ab Seite 250 (also ab der Hälfte) wird "Blut und Kupfer" zum ersten Mal spannend. Vorher plätschert meiner Meinung nach die Handlung eher so vor sich hin und ich bin mit dem Buch nicht richtig warm geworden und ließ es sogar monatelang liegen (was nicht oft vorkommt). Ebenfalls nicht warm geworden bin ich mit den Figuren, und zwar bis zum Ende des Buchs. Normalerweise fiebert man ja mit, ob sich die unerfüllte Liebe jetzt endlich erfüllt oder das Geheimnis gelüftet wird (oder beides). Hier war es leider nicht so. Von wegen Erzählteppich, wie es das Zitat hinten auf dem Buch sagt. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Autorin ihre Handlung pflichtschuldigst ein wenig ausgeschmückt hat. Manchmal fand ich die gewählten Ausdrücke total unpassend. Ich gebe ja nebenher Nachhilfe, und an manchen Stellen musste ich an den Schüler denken, der neulich Hildegard von Bingen mit Adjektiven beschreiben sollte und fand, sie sei "willig" gewesen. :D

Also, meine Meinung ist gespalten. Einerseits war es für einmal Lesen ganz ok, andererseits war ich wirklich nicht gerade "overwhelmed". Wahrscheinlich wird "Blut und Kupfer" wieder abgegeben und findet keinen festen Platz in meinem Bücherregal.

Kennt ihr diesen Roman? Habt ihr ihn gelesen? Mögt ihr historische Romane? Was ist euer Lieblingsgenre?

Donnerstag, 28. Januar 2016

Die Pfeiler der Macht - grottig verfilmt vom ZDF

Quelle: zdf.de
 
Sie haben es schon wieder getan. Ein weiterer historischer Roman von Ken Follett wurde von einem deutschen Filmteam verschandelt. Wir erinnern uns vielleicht an Die Tore der Welt, wo praktisch nur der Handlungsort und einige Personen noch mit dem Plot übereinstimmten. Cynthia Nixon als Petronilla mordete sich durch Kingsbridge. Oh je. *facepalm*

Diesmal durfte sich das ZDF ranwagen (bei Die Tore der Welt war es einer Münchner Produktionsfirma und die deutsche Ausstrahlung lief auf SAT 1). Und ja, der Zweiteiler ist genau so geworden, wie man sich das von einem ZDF-Zweiteiler vorstellt: teuer und so typisch deutscher Fernsehfilm. Was mich jetzt daran stört, kann ich gar nicht genau sagen, auf jeden Fall aber die Verstümmelung der Handlung! Die werde ich euch jetzt nicht darlegen, wozu gibt es Wikipedia? ;)

Ich als Buchnerd werde einfach nur einige Fragen stellen, um meinen Unmut über diese Verfilmung auszudrücken:

Wieso ist Solly Greenbourne nicht fett?

Warum ist Maisie Robinson eine Barfrau? Und wo sind ihre Sommersprossen?

Wieso hat man Hugh zur Vollwaise gemacht, während er im Buch eine quicklebendige Mutter und eine Schwester hat?

Wer zum Teufel soll diese Clara sein? So eine Figur ist mir aus dem Buch nicht bekannt!

Wieso spielt Yvonne Catterfeld mit?

Wieso hat Maisie eine für den Plot vollkommen unnütze Tochter?

Wieso ist Nora auf einmal Sängerin?

Warum will Solly Schriftsteller sein und schreibt irgendwelche schwülstigen Stücke?

Warum ist Maisie aufwieglerische Kommunistin?

Die "Welt" hat die Verfilmung übrigens als "Verschwendung von Gebühren" betitelt - ich kann nur zustimmen. Die Pfeiler der Macht ist kein Wunderwerk der Literatur, aber man hätte durchaus einen guten Film daraus machen können. Der Regisseur Christian Schwochow ist Grimme-Preisträger. (Aber was hat das schon zu heißen? Wir erinnern uns an das Dschungelcamp.) Auf jeden Fall: Warum hat man die Handlung so schlimm verstümmelt? Im Buch funktioniert's doch auch. Und ich kann nur meinen Freund zitieren, der folgendes gesagt hat, als wir im Fernsehen einen Beitrag über Ken Follett gesehen haben, der die Verfilmungen seiner Bücher ganz toll fand: "Ich glaube, der gute Mann wird langsam senil."
 
In diesem Sinn lautet meine Empfehlung: Schaut es nicht an. Bitte.
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